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Umsetzung der zweiten Stufe der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG in Schleswig-Holstein

Start der Lärmkartierung

Infobrief des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) des Landes Schleswig-Holstein vom 18.10.2011:

Mit der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie wurde vielen Gemeinden vom Bundes-gesetzgeber die Aufgabe übertragen, Lärmkarten auszuarbeiten. Basierend auf den Lärmkarten sind bis zum 18.07.2013 von den Kommunen Lärmaktionspläne aufzustellen, mit denen die Lärmsituation bewertet wird sowie Lärmbelastungen entgegengewirkt und ruhige Gebiete geschützt werden sollen. Lärmkarten und Lärmaktionspläne der ersten Stufe 2007-2008 sind zu überprüfen und soweit erforderlich zu überarbeiten. Der Information und Mitwirkung der Öffentlichkeit wird dabei eine zentrale Rolle zugewiesen. 

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MLUR) hat zur Unterstützung der Kommunen ein Projekt beim Landesamt (LLUR) eingerichtet und zur Steuerung auch Vertreter des Städteverbandes, des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages und der maßgeblichen Landesbehörden in die Projektgruppe berufen. Mit dem Projekt soll eine effiziente, effektive und zeitgerechte Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/EG vom 25. Juni 2002) in Schleswig-Holstein gewährleistet werden. Aufgaben sind unter anderem:

  • zentrale Ausarbeitung der Lärmkarten für Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern und - gegen Kostenbeteiligung - auch für größere Kommunen
  • Bereitstellung der Daten des Landes für größere Kommunen
  • Veröffentlichung der Lärmkarten unter www.laerm.schleswig-holstein.de
  • fachliche und technische Hilfestellungen bei der Aktionsplanung (z.B. Workshops, Ausführungshinweise, zentrale Öffentlichkeitsarbeit über das Internet)
  • Moderation und Koordinierung in den Ballungsräumen Kiel, Hamburg und Lübeck
  • Berichterstattung des Landes an die Bundesregierung und die Europäische Kommission.

Die Projektgruppe hat Anfang Oktober 2011 einem erfahrenen Ingenieurbüro den Zuschlag für die Ausarbeitung der Lärmkarten erteilt. 

Zum Jahreswechsel 2011/2012 werden die Eingangsdaten der Lärmkartierung, wie z.B. die Verkehrsleistungen, Geschwindigkeiten, Straßenoberflächen, Lage und Höhe von Lärmschutzwänden und -wällen sowie Bevölkerungsdaten aufgearbeitet sein. Den Kommunen wird dann Gelegenheit zur Prüfung und ggf. Korrektur der Daten gegeben. Dazu wird ein Passwort-geschützter Bereich unter www.laerm.schleswig-holstein.de

eingerichtet. Die Gemeinden als zuständige Behörde für die Lärmkartierung stehen für die Qualität der Karten als Grundlage der gemeindlichen Aktionspläne in der Verantwortung. Die Projektgruppe betreut die Ausarbeitung der Karten zentral, verfügt aber nicht über alle Detailkenntnisse vor Ort.

Die Lärmkarten sollen möglichst noch im April 2012 veröffentlicht werden, rechtzeitig vor Beginn des Sommers, um zusätzlich Zeit für die Überprüfung/Aufstellung der Lärmaktionspläne zu gewinnen. 

In Zukunft ist geplant, mit weiteren Info-Briefen wesentliche Informationen zur Lärmkartierung und Aktionsplanung zu geben und über den Fortgang des Projektes zu informieren.

Auch sollen fachliche Empfehlungen ausgearbeitet werden, zum Beispiel zur Einbindung der Verkehrsbehörden und zu deren rechtlichen Möglichkeiten oder auch zum Umgang mit abwägungsrelevanten Belangen bei den Planungen der Gemeinde. 

Die Lärmkarten für Haupteisenbahnstrecken der Deutschen Bahn AG werden vom Eisenbahnbundesamt ausgearbeitet. Sobald hierzu nähere Informationen vorliegen, werden Sie ebenfalls informiert.

Detaillierte Informationen und auch eine Zusammenstellung der Ergebnisse der 1. Stufe stehen auf der Seite www.laerm.schleswig-holstein.de (unter „Aktuelles“) zur Verfügung. Für weitere Fragen sind Frau Judith Rheinländer und Herr Ludger Gliesmann ihre Ansprechpartner. Sie erreichen Sie unter den Telefonnummern 04347-704-769 bzw. -768 oder unter der Mailadresse umgebungslaerm(at)llur.landsh.de

Entwicklungsagentur Rendsburg